Wer glaubt, Norditalien bestehe nur aus Mailand, Verona und dem Gardasee, hat Brescia schlicht übersehen. Zu diesen Ahnungslosen gehörte ich bis gestern auch. Ich habe Brescia gründlich unterschätzt. Die Stadt mit einer 2.000 jährigen Geschichte, römischen Ruinen, mittelalterliche Gassen, und einer lebendige Altstadt – deutlich entspannter als Mailand oder Verona, dafür mit umso mehr italienischem Charme. Je länger ich in Brescia unterwegs war, umso sympathischer wurde mir die Stadt. Da hängt ein Nashorn einfach so rum und die Menschen sind wunderbar italienisch entspannt. Ein geflügeltes Wort, dass ich hier aufgeschnappt habe, bringt es auf den Punkt: „Der Gardasee bekommt die Touristen – Brescia behält die Italiener.“ Vielleicht wirkt Brescia gerade deshalb so angenehm unverstellt. Hier muss nichts geschniegelt und herausgeputzt werden, um zu gefallen. Die Stadt ist einfach sie selbst. Oder anders gesagt: Brescia ist die „So-da-Stadt“ Norditaliens – und genau das macht sie außergewöhnlich. Hier mal ein paar Bilder des ersten Rundgangs, mehr sicher nochmal in den nächsten Wochen.