Es begab sich einst – genauer gesagt am Donnerstag, dem 10. Februar 1983 –, dass ich zum ersten Mal ein Konzert von BAP besuchte und mich gemeinsam mit Wolfgang Niedecken und seiner Band auf eine Lebensreise der besonderen Art begab. Damals ahnte ich nicht, dass daraus eine Geschichte werden würde, die mich ein Leben lang begleiten sollte.
Nun also: 50 Jahre BAP. Und ich mittendrin. Am 10. Juli 2026 im Müngersdorfer Stadion in Köln. Was für ein Abend! Dreieinhalb Stunden Emotionen. Dieses Konzert ist nicht nur Zuhören – es ist pures Leben. Und wieder einmal wurde mir klar: „Versuche niemals, einen sachlichen Text über eine Band zu schreiben, die du liebst.“ Eine Band, die dir über all die Jahre so viel gegeben hat.
Es funktioniert nicht!
An diesem Abend habe ich den Soundtrack meines Lebens gehört – verdichtet auf dreieinhalb Stunden High End. Zeitweise hatte ich sogar das Gefühl, sie spielen nur für mich. Jeder Beat. Jedes Riff. Alles war vertraut und gleichzeitig voller Magie.
Musik für die Ewigkeit.
Die Texte von Wolfgang Niedecken erzählen sein Leben. Aber sie erzählen auch meins. Sie begleiten mich seit Jahrzehnten, haben mich durch die unterschiedlichsten Zeiten getragen und sind längst ein zeitloser Teil meiner eigenen Geschichte geworden.
Während die Lieder durchs Stadion klangen, gingen mir unzählige Konzerte durch den Kopf. Neu-Isenburg. Offenbach. Frankfurt. Wiesbaden. Oldenburg. Hannover. Kassel. Heilbronn. Loreley. Karlsruhe. Ulm, um nur einige zu nennen. Ich habe längst aufgehört zu zählen.
Gerade das Konzert 2012 auf der Loreley ist bis heute kaum in Worte zu fassen. Wenige Tage zuvor war mein Dad gestorben. Und dann kommt Verdamp lang her – die musikgewordene Metapher eines Vater-Sohn-Weges. Mehr Emotion geht kaum.
Jedes Konzert war mehr als nur ein Abend. Und auch der Abend im Müngersdorfer Stadion so viel mehr als ein weiterer Eintrag in meiner persönlichen Lebenschronik. Am Ende floss alles zusammen: Tränen, Schweiß und Erinnerungen. Meine Reise über Jahrzehnten mit der Band, verdichtet auf einen einzigen Sommerabend.
Vielleicht war das einfach nur ein Jubiläumskonzert. Für mich war es ein weiteres Kapitel einer Geschichte, die 1983 begann. Und ich hoffe, dass die von Niedecken ausgerufene Zielgerade noch einiges bereithält.
Un bliev su, wie de wohrs: Jraaduss.

Nur ein besonderer Mensch kann seelisch so tiefgreifend empfinden.
Wolfgang Niedecken ist es wert und es gebührt ihm diese Empfindungen auslösen zu können.