Endlich Urlaub. Irgendwie war doch der Sommerurlaub gerade erst gestern. Nein, die Zeit rast einfach. Und da dieses Jahr die hessischen Herbstferien so spät wie nie im Jahr sind, hat sich das Warten ziemlich in die Länge gezogen. Umso schöner, dass wir jetzt „on the road“ sind. Mit Ludwig unterwegs, aber trotzdem haben wir uns den Luxus einer Ferienwohnung geleistet. Mit offenem Kamin und einem grandiosen Blick vom Balkon aus auf den See und das gegenüberliegende Lausanne. Unsere Vermieterin ist supernett, nur leider ist es ohne französische Sprachkenntnisse eine Herausforderung. Ist halb so schlimm, die Gattin hat noch ordentliche Schulkenntnisse und kommuniziert das Notwendige. Unsere Vermieterin ist ausgesprochen freundlich und sehr kommunikativ. Ich nicke fleißig, ohne das Geringste zu verstehen. Mir gelingt es, mich durch pure Willenskraft in einen Zustand zu versetzen, in dem mir auch ohne Narkose ein Zahn gezogen werden könnte. Die Vermieterin ist erkennbar bemüht, mit ausladenden Gesten mich ins Gespräch zu holen. Als sich dieses dem Ende zuneigt, versucht sie ein paar Worte in Deutsch mit einem abschließendem, ermutigenden „Gut“! Ich höre mich freundlich antworten und wir sind alleine. Die Gattin schaut mich wüstentrunken an und versucht die Wirkmächtigkeit des Gehörten in verstehbare Denk-Regionen zu delegieren. „Weißt du eigentlich, was du ihr eben geantwortet hast?“ Ich schaue verständnislos. „Guude hast du gesagt.“ Ich grins mir innerlich eins, denn es ist mir sowieso schon lebenslang ein Rätsel, weshalb der Rest der Welt nicht hessisch babbelt. Egal, wir lassen den Rest des Abend zwischen Kamin und Balkon ausklingen. Mehr gut geht heute nicht mehr!
Guude.

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