Es gibt so Geschichten, die kann man immer wieder erzählen. Während ich auf dem Balkon sitze und meinen Blick über den See streifen lasse, kommt die Erinnerung. Gegenüber sehe ich Nebel – Dunst – Rauch – oder einfach Smoke? Hier gleich um die Ecke ist ein Lied entstanden, dass für mich zu den absoluten Meilensteinen der Rockmusik gehört und das kam so. Im Dezember 1971 waren Deep Purple in Montreux, nur wenige Kilometer um die Ecke, um ein neues Album aufzunehmen. Das war damals eine Zeit, die kann man sich heute bezüglich technischem Aufwand gar nicht mehr vorstellen. Für eine Tonqualität, die heute jedes mittelmäßig Handy liefert, brauchte man 1971 eine mobiles Tonstudio der Extraklasse. Davon gab es nicht viele und eins davon hatten die Rolling Stones. Da die es gerade nicht brauchten, liehen sich die Männer um Ian Gillan das komplette Equipment und machten sich in einem Raum, der zum örtlichen Casino gehörte, an die Arbeit. Dort wiederum spielte am nächsten Abend der nicht minder bekannte Frank Zappa. Mann kann sagen, Montreux war zu dem Zeitpunkt ein Brennpunkt der damaligen Rock-Prominenz. Dieser Zappa war auch bekannt dafür, besonders durchgeknallte Fans mitzubringen. Einer der Besucher ballerte beim abendlichen Konzert im Casino, mit einer Bengalo-Pistole durch die Halle und der gesamte Komplex brannte nieder. Ian Gillan blieb beim Blick über den See nur die Feststellung: „There is smoke on the Water“. Eine Landmark des Rock war geboren. Ritchie Blackmore steuerte dazu ein Gitarrenriff für die Ewigkeit bei. Und jetzt, rund 51 Jahre später schaue ich auf den See und bin immer wieder fasziniert von so eine Geschichte!
Hier noch ein Textausschnitt, es lohnt sich den mal komplett zu lesen, über den Link könnt Ihr euch das Werk anhören:
We all came out to Montreux
On the Lake Geneva Shoreline …
… But some stupid with a flare gun
Burned the place to the groung

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